Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St.Paul - St. Paul, Lavanttal, Kärnten

Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St.Paul - St. Paul - Lavanttal
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Die Abtei im Paradies

Stift St.Paul, das spirituelle Zentrum in der Unterkärntner Landschaft lädt ein...

  • zu einer Reise in die europäische (Kunst)-Geschichte,
  • zur Ausstellung 2021/22, welche der Geschichte der Seuchen gewidmet ist,
  • und nicht zuletzt zum "sich Zeit nehmen" im Barock- und Kräutergarten.

Eingebettet in die fruchtbare Landschaft des unteren Lavanttales erhebt sich auf einem Felskegel das Stift St. Paul. Die Spanheimer beriefen 1091 Mönche aus dem bekannten Reformkloster Hirsau, um Ihrer Stiftung benediktinisches Leben einzuhauchen. Eine wechselvolle Geschichte kennt Zeiten der Blüte und des Niedergangs. Im 16. Jh. erlebte das Stift unter Abt Hieronymus Marchstaller eine neue Blüte. Er ließ das Kloster in seiner heutigen Form errichten. 1787 löste Kaiser Josef II. das Stift auf, doch bereits 1809 kam neues Leben in die alten Mauern als Fürstabt Berthold Rottler seine Mönche aus dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald nach St. Paul führte. 1940 wurde das Stift von den Nazis aufgehoben, 1947 kehrten die Mönche nach St. Paul zurück. Heute leben im Kloster Benediktinermönche die das "ora et labora" des Hl. Benedikt als Lebensaufgabe haben.

Eine der umfassendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs verleiht der heute noch lebenden Abtei das Prädikat Schatzhaus Kärntens.

Die Stiftskirche:

Die romanische Basilika ist ein Dokument Hirsauer Bauschule. Der massige Bau wurde zu Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und zeigt im Grundriss eine Kreuzform mit drei vorgelagerten Apsiden. Nach dem Brand von 1367 wurde ein gotisches Gewölbe eingefügt, das 44 Fresken der Südtiroler Meister Friedrich und Michael Pacher zeigt. Hervorragend ist auch das große Stifterfresko des Meisters Thomas von Villach, das am Ende des 15. Jahrhunderts entstanden ist. Es zeigt neben dem Stiftswappen auch das Wappen des Landes Kärnten und vermutlich die Stifterfamilie, beschützt von der hl. Katharina und vom hl. Benedikt.

Die Einrichtung der Kirche stammt vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert und zeigt sehr qualitätsvolle Arbeiten des steirischen Künstlers Philipp Jakob Straub. An der Außenfassade beeindrucken die Apsiden mit ihrem symbolischen Reichtum, ebenso die beiden Portale, jenes im Westen, das im Tympanon den herrschenden Christus zeigt und das im Süden, das erst 1618 aus Teilen des Lettners zusammengefügt wurde. Dort stellt das Tympanon die Anbetung der drei Könige dar.

Das Stiftsmuseum:

Das Stiftsmuseum beherbergt einen der bedeutendsten Kunstschätze des Mittelalters in Österreich - das große Reliquienkreuz der Königin Adelheid von Ungarn, das sogenannte Adelheidkreuz. Das Spektrum der ausgestellten Objekte reicht von mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten und Textilien über renaissancezeitliche und barocke Kostbarkeiten, bis hin zu einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt. Das älteste Buch Österreichs, der Ambrosius Codex aus dem 5. Jahrhundert und ein früher Druck aus dem 15. Jahrhundert, das Missale Speziale Abbreviatum zählen zu den herausragenden Stücken der Sammlung. Die Gemäldegalerie mit Werken von Rubens, Van Dyck, Holbein bis hin zum letzten großen Barockmaler Österreichs Kremser Schmidt erlaubt einen Streifzug durch die europäische Kunstgeschichte.

AUSSTELLUNG 2021/22: "Zur Hölle mit dem Himmel?"
Die Geschichte der Seuchen zwischen Bangen und Hoffen

Die Geschichte der Menschheit kennt zahlreiche Zeiten von Seuchen und Krankheiten, die ganze Landstriche leerfegten. Sie kennt aber auch das stete Ringen um Heilung und die Erkenntnisse der Naturkunde und Medizin. Kriege, Hungersnöte und Naturkatastrophen gelten als Nährboden heimtückischer Krankheiten, die als Pandemien den gesamten Planeten heimsuchten und kaum ein Land verschont ließen. Großes Elend prägte Generationen und führte zu drückender Angst unter den Menschen.

PARACELSUS, der Schüler an der nahe gelegenen Domschule zu St. Andrä gewesen ist, gewann durchbrechende Erkenntnisse im Bekämpfen der Pest und gilt als einer der großen Pioniere medizinischer Forschung in Europa. Später folgten bedeutende Ärzte wie Robert Koch, Alexander Flemming oder Emil von Behring. Sie alle widmeten sich mit Hingabe dem Kampf gegen die großen Epidemien.

Die Angst vor den Seuchen führte vor allem im Mittelalter zu gewaltigen Pilgerbewegungen, die teilweise bis heute lebendig sind. Wo die Medizin an ihre Grenzen stieß, wurde der Ruf nach Gott laut. Heiligen wurde Heilkraft zugesprochen und bedeutende Gnadenorte zogen Millionen von Wallfahrern an. Das stockende Blut des Januarius, so glaubte man, kündete Unheil für die Stadt Neapel an und die Heilige Corona wurde als Helferin bei Pandemien angerufen. Gegenwärtig plagt die Erde Covid19. Die Geschichte zeigt aber, dass nach dem Abklingen der Seuchen das Leben wieder hochgehalten wurde und alle zur Erkenntnis kamen:
Das Leben ist ein Fest!

Ein spannender Streifzug durch die Geschichte der Seuchen zeigt, dass trotz aller mit ihnen verbundener Schwere diese zum Leben gehören und ein steter Begleiter des Menschen sind, dass sich die Menschheit aber niemals durch sie unterkriegen ließ, sondern immer wieder zu neuer Lebensfreude erwachte.


Der Barock- und Kräutergarten:

Eingebettet in die hügelige Struktur des unteren Lavanttales erstreckt sich der Barockgarten des Stiftes, der nach dem Vorbild einer Darstellung aus dem Jahre 1623 angelegt wurde. Die beiden historischen Gartenschlösschen, Schöpfungen des italienischen Baumeisters Pietro Rudolphi vermitteln Lebensgefühl und Sinnlichkeit dieses "goldenen Zeitalters".

An den Barockgarten schließt das "Hildegardium" an. Die Benediktiner als "Gärtner Europas" waren in der Kunst der Kräuterpflege bewandert und gewannen aus den Pflanzen Arzneien, die zu den frühesten Belegen der Pharmaziegeschichte gehören. Die Synthese aus "Lustgarten" und "Nutzgarten" lässt das Konzept erahnen, das ein klösterliches Universum darstellen sollte.

Öffnungszeiten & Preise

SAISON 2021: Das Stiftsmuseum und die Sonderausstellung: "Zur Hölle mit dem Himmel?" sind im Zeitraum von 23. Mai bis 1. November 2021 von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 - 17.00 Uhr für Besucher geöffnet. Montag und Dienstag geschlossen. Führungen finden nach Voranmeldung statt.

Preise 
Erwachsene€ 12,00
Senioren€ 11,00
Kinder (6 - 16 Jahre) / im Klassenverband€ 5,50 / € 4,50
ermäßigt*€ 7,50
Familienkarte (2 Erw.+2 Kinder)€ 25,00
Gruppen ab 10 Personen pro Person€ 10,00
Gruppen ab 10 Senioren pro Person€ 9,00
Führung Erwachsene / Kinder bis 16 Jahre€ 3,00 / € 1,50
  • Kinder unter 6 frei.
  • 30 % Ermäßigung für Kulturpassinhaber des Landes Kärnten.
  • Freier Eintritt mit der Kärnten Card.
  • Freier Eintritt für BusfahrerIn, ReisebegleiterIn, Geistliche, Presse.
  • *Studenten/Studentinnen, Präsenz–und ZivildienerInnen, Lehrlinge, beeinträchtigte Menschen
  • Für Besucher gelten die von der Bundesregierung erlassenen Covid19 Regeln für Museen.

Bilderklärung Sonderausstellung:
Bild Nr. 18: Plakat zur Sonderausstellung: "Zur Hölle mit dem Himmel?", © Benediktinerstift St.Paul
Bild Nr. 19: Allegorie der Vergänglichkeit, © Benediktinerstift St.Paul
Bild Nr. 20: Gaukler am Fenster, Samuel van Hoogstraten, © Benediktinerstift St.Paul

Anreise

Mit dem Auto:

  • Von Klagenfurt kommend nehmen Sie die A2 Ausfahrt Griffen und fahren über die Lippitzbacher Landesstraße, die Grutschen Landesstraße und die Granitztal Landesstraße nach St. Paul (Fahrzeit ca. 40 Minuten).
  • Von Graz kommend nehmen Sie die A2 Ausfahrt St. Andrä und fahren über die St. Pauler Landesstraße nach St. Paul (Fahrzeit ca. 70 Minuten).

Die Zufahrt für Rollstuhlfahrer und gehbeeinträchtigte Personen ist bis in den Stiftshof möglich. Das Museum ist bedingt barrierefrei (Lift).

Mit dem Zug:

In jeweils 10 Gehminuten sind Sie vom Bahnhof St. Paul oder vom Bahnhof St. Paul Bad beim Stift St.Paul.

Kontakt
Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St.Paul
Stiftsadministrator Prof. P. Mag. Marian Kollmann
Hauptstraße 19470 St. PaulLavanttal Kärnten
+43 4357 2019 0
+43 4357 2019 23
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