Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St.Paul - St. Paul, Lavanttal, Kärnten

Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St.Paul - St. Paul - Lavanttal
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Die Abtei im Paradies

Stift St.Paul, das spirituelle Zentrum in der Unterkärntner Landschaft lädt ein...

  • zu einer Reise in die europäische (Kunst)-Geschichte,
  • zur Sonderausstellung 2020, die Fürstabt Martin II. Gerbert (1720-1793) gewidmet ist,
  • zum "sich Zeit nehmen" im Barock- und Kräutergarten.

Eingebettet in die fruchtbare Landschaft des unteren Lavanttales erhebt sich auf einem Felskegel das Stift St. Paul. Die Spanheimer beriefen 1091 Mönche aus dem bekannten Reformkloster Hirsau, um Ihrer Stiftung benediktinisches Leben einzuhauchen. Eine wechselvolle Geschichte kennt Zeiten der Blüte und des Niedergangs. Im 16. Jh. erlebte das Stift unter Abt Hieronymus Marchstaller eine neue Blüte. Er ließ das Kloster in seiner heutigen Form errichten. 1787 löste Kaiser Josef II. das Stift auf, doch bereits 1809 kam neues Leben in die alten Mauern als Fürstabt Berthold Rottler seine Mönche aus dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald nach St. Paul führte. 1940 wurde das Stift von den Nazis aufgehoben, 1947 kehrten die Mönche nach St. Paul zurück. Heute leben im Kloster Benediktinermönche die das "ora et labora" des Hl. Benedikt als Lebensaufgabe haben.

Eine der umfassendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs verleiht der heute noch lebenden Abtei das Prädikat Schatzhaus Kärntens.

Die Stiftskirche:

Die romanische Basilika ist ein Dokument Hirsauer Bauschule. Der massige Bau wurde zu Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und zeigt im Grundriss eine Kreuzform mit drei vorgelagerten Apsiden. Nach dem Brand von 1367 wurde ein gotisches Gewölbe eingefügt, das 44 Fresken der Südtiroler Meister Friedrich und Michael Pacher zeigt. Hervorragend ist auch das große Stifterfresko des Meisters Thomas von Villach, das am Ende des 15. Jahrhunderts entstanden ist. Es zeigt neben dem Stiftswappen auch das Wappen des Landes Kärnten und vermutlich die Stifterfamilie, beschützt von der hl. Katharina und vom hl. Benedikt.

Die Einrichtung der Kirche stammt vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert und zeigt sehr qualitätsvolle Arbeiten des steirischen Künstlers Philipp Jakob Straub. An der Außenfassade beeindrucken die Apsiden mit ihrem symbolischen Reichtum, ebenso die beiden Portale, jenes im Westen, das im Tympanon den herrschenden Christus zeigt und das im Süden, das erst 1618 aus Teilen des Lettners zusammengefügt wurde. Dort stellt das Tympanon die Anbetung der drei Könige dar.

Das Stiftsmuseum:

Das Stiftsmuseum beherbergt einen der bedeutendsten Kunstschätze des Mittelalters in Österreich - das große Reliquienkreuz der Königin Adelheid von Ungarn, das sogenannte Adelheidkreuz. Das Spektrum der ausgestellten Objekte reicht von mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten und Textilien über renaissancezeitliche und barocke Kostbarkeiten, bis hin zu einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt. Das älteste Buch Österreichs, der Ambrosius Codex aus dem 5. Jahrhundert und ein früher Druck aus dem 15. Jahrhundert, das Missale Speziale Abbreviatum zählen zu den herausragenden Stücken der Sammlung. Die Gemäldegalerie mit Werken von Rubens, Van Dyck, Holbein bis hin zum letzten großen Barockmaler Österreichs Kremser Schmidt erlaubt einen Streifzug durch die europäische Kunstgeschichte.

Sonderausstellung 2020: "Lichtgestalt und Schattenwelt"
300 Jahre Fürstabt Martin II. Gerbert (1720-1793)

Beeindruckende Persönlichkeiten prägten die Geschichte Europas. Martin Gerbert war eine davon. Als Fürstabt der bedeutenden deutschen Abtei St. Blasien im Schwarzwald, gilt er als Lichtgestalt des 18. Jahrhunderts.

Er war nicht nur Theologe, sondern Historiker, Musiker und Diplomat und führte mit viel Geschick ein souveränes Fürstentum. Neben zahlreichen historischen Schriften verfasste er einen Leitfaden zur Regentschaft kleiner Fürstentümer, erließ eine Kleiderordnung für seine Untertanen, gründete eine Sparkasse und ein Krankenhaus sowie eine Sozialkasse zur Versorgung der Armen und eine Brauerei.

Nach dem Großbrand seines Stiftes, 1768, ließ er dieses nach modernsten Plänen wiederaufbauen und setzte vor allem mit der gewaltigen Kuppelkirche ein Denkmal der Architektur des Klassizismus. Seine bedeutende Kunstsammlung und seine umfassende Bibliothek genossen Weltruhm. Mit den Großen seiner Zeit stand er in regem Briefwechsel und genoss allgemeine Anerkennung. Kaiserin Maria Theresia schätzte Gerbert als Berater und die Päpste seine theologische Kompetenz.

Das diplomatische Geschick Gerberts schaffte auch in den Zeiten politischer Umbrüche gegen Ende des 18. Jh. Stabilität. Erst Jahre nach seinem Tod wurde die Abtei aufgelöst und 1809 zog sein zweiter Nachfolger mit den Mönchen, dem beeindruckenden Klosterschatz und den Gebeinen der ersten Habsburger nach Kärnten, um in St. Paul neu zu beginnen.

Heute wird dort der gewaltige Nachlass Gerberts, der zum Großartigsten zählt, was Europa hervorbrachte, verwaltet. Vieles bislang noch Unbekanntes skizziert das Leben eines Mannes, der hineingestellt war zwischen barockem Prunk und dessen Lebensfreude und dem Wanken Europas am Ende dieser Epoche.

Der Barock- und Kräutergarten:

Eingebettet in die hügelige Struktur des unteren Lavanttales erstreckt sich der Barockgarten des Stiftes, der nach dem Vorbild einer Darstellung aus dem Jahre 1623 angelegt wurde. Die beiden historischen Gartenschlösschen, Schöpfungen des italienischen Baumeisters Pietro Rudolphi vermitteln Lebensgefühl und Sinnlichkeit dieses "goldenen Zeitalters". Zum Verweilen lädt das Café ein, dessen Terrassen den Blick auf die gesamte Klosteranlage freigeben.

An den Barockgarten schließt das "Hildegardium" an. Die Benediktiner als "Gärtner Europas" waren in der Kunst der Kräuterpflege bewandert und gewannen aus den Pflanzen Arzneien, die zu den frühesten Belegen der Pharmaziegeschichte gehören. Die Synthese aus "Lustgarten" und "Nutzgarten" lässt das Konzept erahnen, das ein klösterliches Universum darstellen sollte.

Öffnungszeiten & Preise

Saisonzeiten 2020:  27. Juni bis 26. Oktober:

In diesem Zeitraum sind das Stiftsmuseum und die Sonderausstellung 2020 "Lichtgestalt und Schattenwelt" von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 - 16.00 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag geschlossen. Führungen finden nach Voranmeldung statt.

Preise 
Erwachsene€ 12,00
Senioren€ 11,00
Kinder (6 - 16 Jahre) / im Klassenverband€ 5,50 / € 4,50
ermäßigt*€ 7,50
Familienkarte (2 Erw.+2 Kinder)€ 25,00
Gruppen ab 10 Personen pro Person€ 10,00
Gruppen ab 10 Senioren pro Person€ 9,00
Führung Erwachsene / Kinder bis 16 Jahre€ 3,00 / € 1,50
  • Kinder unter 6 frei.
  • 30 % Ermäßigung für Kulturpassinhaber des Landes Kärnten.
  • Freier Eintritt mit der Kärnten Card.
  • Freier Eintritt für BusfahrerIn, ReisebegleiterIn, Geistliche, Presse.
  • *Studenten/Studentinnen, Präsenz–und ZivildienerInnen, Lehrlinge, beeinträchtigte Menschen

Bitte achten Sie auf sich und die Gesundheit Ihrer Mitmenschen! Für Besucher gelten die auf Grund der Corona-Krise von der Bundesregierung erlassenen Bestimmungen.

Café Belvedere im Barockgarten:

Verbinden Sie Ihren Ausstellungsbesuch mit einem Besuch im wunderschönen Barock- und Kräutergarten des Stiftes. Lassen Sie sich im Café Belvedere mit regionalen Spezialitäten verwöhnen. Geöffnet von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 - 18.00 Uhr (auch an Feiertagen).

Anreise

Mit dem Auto:

  • Von Klagenfurt kommend nehmen Sie die A2 Ausfahrt Griffen und fahren über die Lippitzbacher Landesstraße, die Grutschen Landesstraße und die Granitztal Landesstraße nach St. Paul (Fahrzeit ca. 40 Minuten).
  • Von Graz kommend nehmen Sie die A2 Ausfahrt St. Andrä und fahren über die St. Pauler Landesstraße nach St. Paul (Fahrzeit ca. 70 Minuten).

Die Zufahrt für Rollstuhlfahrer und gehbeeinträchtigte Personen ist bis in den Stiftshof möglich. Das Museum ist bedingt barrierefrei (Lift).

Mit dem Zug:

In jeweils 10 Gehminuten sind Sie vom Bahnhof St. Paul oder vom Bahnhof St. Paul Bad beim Stift St.Paul.

Kontakt
Schatzhaus Kärntens - Benediktinerstift St.Paul
Stiftsadministrator Prof. P. Mag. Marian Kollmann
Hauptstraße 19470 St. PaulLavanttal Kärnten
+43 4357 2019 0
+43 4357 2019 23
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