Heimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl, Innsbruck und seine Feriendörfer, Tirol

Heimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine Feriendörfer
Heimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine FeriendörferHeimat- & Krippenmuseum Zirl - Zirl - Innsbruck und seine Feriendörfer

Die bewegte Zirler Geschichte und Tiroler Krippenkunst

Das gemeindeeigene Museum befindet sich am Dorfplatz im ehemaligen Gemeindeamt, welches 1940 dort nach dem Platzwirt einzog. Als das Amt in das neugebaute Raiffeisengebäude übersiedelte, konnte der Lehrer und Volksschuldirektor Benjamin Flöss 1977 in den freigewordenen Räumen das Museum einrichten. Er hatte schon seit dem 2. Weltkrieg Objekte zur interessanten Geschichte des Ortes mit einigen Besonderheiten gesammelt. Denn "Zirl ist achtmal verbrunnen und neunmal verrunnen".

Flöss schuf auch das Modell von Burg Fragenstein im Jahr 1703, als die Burg in die Luft flog, weil die Besatzung die Pulvervorräte nicht den Feinden gönnen wollte. Auch der Salzlastkahn ist von ihm, dessen Last bis zum Bahnbau die Wirtschaft des Verkehrsknotenpunktes bestimmte mit dem riesigen Salzstadel, fast 20 Gaststätten und allen zum Fuhrwerk gehörigen Gewerken, welche die erst über 1000 Einwohner oft zusätzlich zur Landwirtschaft betrieben. Doch auch der Ziegenhirte, der "Zirler Goaßer" ist bekannt und in vielen Sagen vertreten. Heute mit der Nähe zur Landeshauptstadt und zur Natur sind es über 9000 Einwohner.

Angefangen von den Faustkeilen und dem Messer aus der Steinzeit, über die Graburne mit Beigefäßen aus der Bronzezeit, den römischen Funden bis zu alten Werkzeugen und Haushaltsgegenständen. Wer kennt heute noch einen Nudeldrucker in Kästchengröße, zu dessen Bedienung drei Menschen notwendig waren?! Dazu der Spruch: "Drucknudeln habn mir gestern k‘habt, Drucknudeln habn mir heit, Drucknudeln habn mir alle Tag, weil’s ins halt gfreit".

Im größten Raum sind nicht nur diese Stücke zu sehen, sondern auch eine umfangreiche Fotochronik, welche zur Markterhebung des Ortes 1984 angelegt wurde. Dazu kommen die Archenmarken, die eine Zirler Besonderheit darstellen und als Nebengeld verwendet wurden, bis die Druckstempel beim großen Brand 1908 verbrannten.

Im kleineren Raum finden sich die Ausstattungsstücke der vielen aufgelassenen Kapellen und der alten Kirche. In der kleinen Galerie im Gang werden wechselnde Bilder gezeigt, nur jenes von Inge Heiß, zeigend das Zachäussingen am Kirchweihsonntag 1982, hat einen Dauerplatz. Seit einigen Jahren zählt dieser alte Brauch am dritten Sonntag im Oktober zum immateriellen Unesco Weltkulturerbe, weil sich in Zirl auch die Melodie überliefert hat, dazu das Kirchweihlied, welches auch als "Tirolers Heimweh" bekannt ist. Dargestellt sind die zweiten Strophen (die ersten werden um 5 Uhr früh am Kirchturm gesungen, die dritten Strophen am Dorfplatz, anschließend gibt es Tanz).

Im Jahre 1484 saß der jagdlustige, noch jugendliche spätere Kaiser Maximilian in der Grotte in der Martinswand bei Zirl fest... man möge ihm die Heilige Kommunion aus der Entfernung zeigen, flehte er. Da erschien ein Jüngling in Bauernkleidern, der ihm den sicheren Weg aus der Wand zeigte: Bald schon hieß es: Der Kaiser sei von einem Engel des Herrn errettet worden. Übrigends... Jene Höhle in der senkrecht abfallenden Martinswand, in der Maximilian einst ausharren mußte, ist für Wanderer heute gefahrlos zu erreichen.

Den hohen Bekanntheitsgrad unter Krippenfreunden verdankt das Museum der Sammlung großer alter Krippen und gemalter Figuren. Dazu zählen, angefangen mit der ältesten:

  • Die "Hoislerkrippe" der Familie Tiefenbrunner, vulgo Hoisler, mit Wachsköpfen und bekleideten Figuren um 1800 mit einem Hintergrund von Georg Haller
  • Die "Plätzkrippe" von Johann Kleißner, vulgo Plätz, welcher für seine Privatkrippe besonders große Figuren schnitze und selbst fasste, um 1870/80
  • Die "Hirschenkrippe" aus dem einstigen Gasthof Hirschen, die zum Großteil der bekannte Zirler Schnitzer Alexander Öfner, vulgo Xander, schnitzte, um 1920/30. Den Hintergrund malte Franz Seelos d. J., den der größeren Variante sein Vater Franz Seelos d. Ä.
  • Die "Studlkrippe" der Familie Öfner, vulgo Studl, geschnitzt von "Xander" nach dem Brand 1908, der Hintergrund stammt von Franz Pernlocher aus Thaur.
  • Die kleinere "Medlkrippe" des Alois Riedl, vulgo Medl, welcher viele Hintergründe malte, zeigt ein Panorama von Zirl mit den Wahrzeichen der Ruinen Fragenstein und dem Kalvarienberg, dazu die Figuren von Alois Mair aus Inzing, um 1960.
  • Die sogenannte "Bahnhofskrippe", eine kleinere Kastenkrippe von Franz Seelos d. J. mit dem Zirler Hintergrund, stand ursprünglich in den Weihnachtstagen am Bahnhof, 1955
  • Eine besondere Tonkrippe, eine "Loammandlkrippe" aus Nassereith um 1800, eine Passionskrippe der Sterzinger Propstfamilie aus dem 19. Jahrhundert, einige jüngere geschnitzte Werke und zahlreiche Papierfiguren vom 18. Jh. bis zu Franz Seelos d. J. runden die Krippensammlung ab. Von Franz Seelos sind auch fünf Bilder zum Weihnachtszyklus zu sehen, die in den 1960er Jahren vom Seeverlag in Höchst gedruckt worden sind.

Einige überregionale Künstler sind aus dem Krippengeschehen herausgetreten: der akademisch ausgebildete Historienmaler Franz Plattner (1826 - 1887), welcher die Zirler Pfarrkirche ausmalte, sein Sohn Albert, ein Tirol weiter Portraitmaler. Die Mosaikkünstler der Familie Pfefferle, die akademischen Künstler Franz Seelos d. J., Josef Baumgartner und Anton Plattner sind noch zu nennen.

Öffnungszeiten & Preise

  • Das Museum ist Dienstag und Mittwoch von 9.00 - 12.00 Uhr geöffnet, kann aber mit telefonischer Voranmeldung unter +43 676 6301726 bei Sabine Neuner jederzeit besucht werden.
  • Zum Krippenschauen ist das Museum ab 7. 1. den ganzen Jänner jeweils Samstag und Sonntag von 14.00 - 17.00 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt ist gratis, freiwillige Spenden sind erbeten.

Zur Unterstützung des Museums besteht auch ein Museumsverein unter der Leitung von Dr. Simon Gspan.

E-Mails bitte an heimatmuseum.zirl[at]gmx.at

Die Website www.zirl.at/heimatmuseum und Facebook sind über die Marktgemeinde Zirl erreichbar, wo auch in einer Vitrine monatlich wechselnde Objekte aus dem Museum gezeigt werden.

Das Museum befindet direkt im Ortszentrum, unmittelbar an der Bushaltestelle Zirl Mitte, Dorfplatz 2. Zeitlich beschränkte Parkplätze sind neben dem Haus, der Langzeitparkplatz in der Franz-Plattner-Straße ist 5 Gehminuten entfernt.

Anreise

Mit dem Auto:

Von Innsbruck kommend erreichen Sie das Heimat- & Krippenmuseum Zirl am Dorfplatz in Zirl in ca. 20 Autominuten.

Sie nehmen die A12 Ausfahrt Kematen und fahren auf der B177 bis zur Ausfahrt Zirl/Hochzirl und weiter über die Mühlgasse in die Ortmitte von Zirl.

Mit dem Zug:

Der Bahnhof Zirl ist ca. 20 Gehminuten vom Heimat- & Krippenmuseum Zirl am Dorfplatz in Zirl entfernt. Sie können den Zirler Dorfplatz aber auch direkt mit dem Bus erreichen.

Kontakt
Heimat- & Krippenmuseum Zirl
Sabine Neuner
Dorfplatz 2 6170 ZirlInnsbruck und seine Feriendörfer Tirol
+43 676 6301726
Wetter