Heimat- und Ständemuseum Tragöß - Tragöß - St. Katharein, Hochsteiermark, Steiermark

Heimat- und Ständemuseum Tragöß - Tragöß - St. Katharein - Hochsteiermark
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Griaß eich, kummts a bißal eina!

Der Schwerpunkt der Sammlung des Heimat- und Ständemuseum Tragöß liegt, wie der Name bereits andeutet, auf der systematischen Darstellung der Stände - also der Bauern und der Handwerker in Tragöß. Das kleine Gebäude in der Ortsmitte gehört zum Gasthof zur Post und wurde im Jahre 1990 als Museum eingerichtet.

Im Erdgeschoß finden Sie neben Modellen der Kalvarienbergkapelle sowie der Kirche in Pichl auch Beispiele für das Leben, Wohnen und Arbeiten der Bauern bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein. Die gute Stube und die Rauchküche sind so authentisch eingerichtet, dass sie so anmuten als wären sie gerade erst verlassen worden. Im Jahr 2000 wurde dann auch die bis dahin ungenutzte Schlafstube zu einem Schauraum umgestaltet und das von außen begehbare Obergeschoß zeigt den Besuchern einen klar gegliederten Querschnitt durch die Handwerks- und Gewerbezweige des Tragösser Tales.

Die Arbeitssituationen der Bauern, Schustern, Schneider, Binder, Tischler, Schmiede und Brechelleuten wurden so geschichtsgetreu wie möglich nachgestellt. Die Besucher erhalten interessante Einblicke in Forst und Jagd, welche in diesem Talschuss von Wichtigkeit sind. Auf kleinem Raum wurde sogar eine Holzknechthütte nachgebaut und es sind einige Arbeitsgeräte der Holzknechte ausgestellt. Das alte Mühlrad im Eingangsbereich des Museums ist ein letzter verbliebener Zeuge der reichen Mühlenlandschaft hier im Graben, denn leider ist keine einzige der Mühlen erhalten geblieben. In einer privaten Fischzucht in der Nähe gibt es allerdigs eine nachgebaute Mühle, die auf Anfrage auch gerne besichtigt werden kann.

Ein Auszug aus der Tragösser Geschichte:

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Tragöß schon 1023 als "Tragusse". Die älsteste Urkunde vom 16. Mai 1023 zeigt, dass Kaiser Heinrich II, genannt der Heilige, dem Frauenkloster Göß im Jahre 1020 Grundstücke in "Tragusse, im Gaue Leobnertal", zum Geschenk machte. Die ersten Ansiedler waren die Wenden oder Südslawen, die sich nach den Wirren der Völkerwanderung im 6. Jahrhundert als Ackerbauern oder Viehzüchter ansiedelten. Sie besetzten nicht das Tal, sondern die Lagen, die das Tal links und rechts einsäumen.

Die Spuren dieser Slawen und Windischen sind noch heute in der Benennung der Berge und Täler, Bäche und Hausnamen der ältesten Gehöfe ersichtlich: Glimitzer = glina - Erde - Erdbauer (das Gehöft ist heute noch bewirtschaftet), Laming = Lominca - der Bach mit den lehmigen, wie abgebrochenen Uferrändern, slaw. Lom = der Bruch, der Abbruch. Auch der Name Tragöß kommt vermutlich aus dem Slawischen ("tra" oder "tre" = drei und "gozd" = Wald, also Dreiwald, womit die drei Gipfel von Pribitz, Meßnerin und Trenchtling gemeint gewesen sein könnten). Die dann später eingewanderten Bayern und Franken besetzten hauptsächlich das Tal und rodeten den Wald. 1210 wurde Tragöß zur Pfarre erhoben. Sie war eine der Lehenspfarren des Stiftes Göß und aus dieser Zeit stammen auch die heute noch gebräuchlichen Hausnamen.

Bekannt wurde Tragöß in Historikerkreisen vor allem durch die Ermordung des Pfarrers Melchor Lang durch acht verschworene Waldbauern im Jahre 1493. Der steirische Dichter Peter Rosegger war oft Gast in Tragöß und hat diese Tat in seinem Roman "Der Gottsucher" dargestellt. Der Schädel und die beiden Oberschenkelknochen des ermordeten Pfarrherrn sind noch vorhanden, können aber leider nicht mehr besichtigt werden. Zu diesem Pfarrermord gibt es in der Kirche ein Votivbild aus dem 16. Jahrhundert.

Nach den katastrophalen Missernten von 1816/1817 verteilte Erzherzog Johann "Der steirische Prinz" (und auch Jagd- und Grundherr in Tragöß) eigenhändig Kartoffeln an die Bauern von Tragöß (dazu gibt es im Museum ein Bild von M. Loder). Die Tragösser Pfarre stand mehr als 700 Jahre lang unter der Grundherrschaft des Stiftes Göß. Erst unter Josef II wurde die Leibeigenschaft aufgehoben und die Klöster aufgelöst. Im Jahre 1783 erhielt der damalige Pfarrer einen Bescheid, dass Tragöß nunmehr als landesfürstliche Pfarre anzusehen ist. Der Herrschaftsbesitz ging an die Radmeister Kommunität zu Vordernberg.

Der Grüne See ist eine Besonderheit von Tragöß. Mit dem Einsetzen der Schneeschmelze auf den Bergen, füllt sich der See mit glasklarem, smaragdgrünem Wasser. Vom Frühjahr bis in den Spätsommer zeigt sich der Grüne See von seiner schönsten Seite - im Herbst geht der Wasserspeigel langsam zurück und trocknet im Winter fast zur Gänze aus. Die Pflanzenwelt von Tragöß ist einzigartig und charakteristisch für die Kalkalpen: Edelweiß, Enzian, Almrausch, Petergstamm, Frauenschuh, Gamsnelke, Kohlröschen, Arnika, Speik, geflecktes Knabenkraut etc.

Tragöß ist eines der schönsten Alpentäler der Steiermark und wird im  Norden durch drei mächtige Berge, nämlich den Trenchtling, der Pribitz und der Meßnerin (diese hat ein riesiges Loch durch den Berg, in der Größe der Tragösser Pfarrkirche) abgeschlossen. In dem lieblichen Bergdorf gibt es schon seit mehr als 100 Jahren Fremdenverkehr als wichtigen Wirtschaftszweig und im Oktober 2014 wurde der Grüne See von den ORF-Zusehern zum schönsten Platz Österreichs gewählt.

Öffnungszeiten & Preise

  • Juni und September: Sonntag von 15.00 - 18.00 Uhr
  • Juli und August: Samstag, Sonn- und Feiertage von 15.00 - 18.00 Uhr

Gruppenführung bieten wir Ihnen auch gerne außerhalb der Öffnungszeiten an (um Voranmeldung wird gebeten)!

Anreise

Mit dem Auto:

Von Wien kommend:

  • Nehmen Sie die A23 und die S6 bis nach Bruck an der Mur, dann folgen Sie der B116 über Untertal, St. Katharein an der Laming bis nach Oberort im Tragösser-Tal.

Von Graz kommend:

  • Nehmen Sie die S35 und B116 bis nach Bruck an der Mur, dann fahren Sie über Untertal, St. Katharein an der Laming und Oberdorf bis Oberort.

Mit der Bahn:

Sie können täglich mit den Zügen der ÖBB und DB bis zum Bahnhof Bruck an der Mur reisen. Von dort fahrt der Regionalbus bis zur Station Tragöß-Oberort, dann sind es nur noch wenige Gehminuten bis zum Heimat- und Ständemuseum Tragöß.

Kontakt
Heimat- und Ständemuseum Tragöß
Verein zur Erhaltung des Heimat- und Ständemuseums Tragöß
Oberort 118612 Tragöß - St. KathareinHochsteiermark Steiermark
+43 664 73693096
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