Murauer Handwerksmuseum - Murau, Urlaubsregion Murau-Murtal, Steiermark

Murauer Handwerksmuseum - Murau - Urlaubsregion Murau-Murtal
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Handwerk & Tradition im ehemaligen Kapuzinerkloster erleben

Das Murauer Handwerksmuseum bewahrt die Kulturgeschichte der Stadt und des Bezirkes und erhält Kulturgüter für die Nachwelt. Neben der teilweisen Neugestaltung der Dauerausstellung werden Sonderausstellungen konzipiert. Wissen, Kompetenz und Techniken werden Museumsbesuchern aller Altersgruppen in Form von Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und Erzählkaffees weitergegeben.

Ein Schwerpunkt ist dabei das Selbermachen, ein anderer die Entwicklung neuer Einsatzmöglichkeiten für alte Kulturtechniken in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen. Der thematische Anfang wird dem Schwerpunkt "Textilien" gewidmet. Ein Bereich, der historisch einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Stellenwert einnahm und viele kulturelle Eigenheiten der Stadt und ihrer Umgebung visualisierte.

Im Rahmen von Führungen, bei denen wir uns an den Interessen der Besucher orientieren, wird die Entwicklung von Handwerk und Handel begreifbar gemacht und mit den Geschichten von Menschen verbunden. So sind Führungen möglich, die entweder 2 Stunden oder 30 Minuten dauern können.

Dauerausstellung "Handwerk"

Wir bieten auch themenspezifische Führungen, wie zur Stadtgeschichte, dem Bäuerlichen Leben & der Landwirtschaft oder spezielle Museumsführungen für Kinder an (bitte im Voraus bestellen). Diese können besucherorientiert angelegt werden, so sind unterschiedlich lange Führungen möglich.

Sonderausstellungen

  • …Stricker, Schneider, Leinenweber; Spinnerin und Totengräber:
    Die Entwicklung des Textilsektors im Bezirk Murau.

Der Textilsektor war einst auch in der Region Murau kultur- und wirtschaftsprägend. Spinner, Weber, Walker, Färber, Sockenstricker, Hutmacher, Schneider, Handschuhmacher lebten und arbeiteten hier. Die Ausstellung zeigt, was gemacht wurde und wer es gemacht hat. Dies und das kann auch selbst ausprobiert werden.

  • Murauer Kapuziner 1648 - 1968. Missionare, Katecheten, Bettelmönche, Gärtner, Sammler und Wohltäter.

Vor 370 Jahren (1648) wurde die Kapuzinerkirche eingeweiht. Die Kapuziner waren nicht lange davor nach Murau gekommen, um die Rekatholisierung unter dem Motto "Lehre und Vorbild" voranzutreiben - sie förderten u. a. Paradiesspiele und religiöse Umzüge mit biblischen Figuren. Vor 50 Jahren wurde das Kapuzinerkloster aufgelöst, heute befindet sich das Murauer Handwerksmuseum in den alten Mauern. In der Sonderausstellung das Leben und Wirken der Kapuziner in Murau präsentiert.

Lieblingsstücke

  • Um die Wahrnehmung des Museums in der Bevölkerung und bei den Touristen der Region zu verstärken, wurden die "Lieblingsstücke" für den öffentlichen Raum entwickelt.

Museumsnahe Personen und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die aufgrund ihrer Erfahrungen einen fundierten Überblick über die Sammlung haben, stellen ihre Lieblingsobjekte vor. Die sehr persönlichen und auch emotionalen Zugänge der Personen zu den Objekten werden über Interviews erfasst und damit die Identifikation mit dem Museum gefördert. Darüber hinaus bekommt das Museum "Gesichter" - es wird von der anonymen Institution zu einem Ort der konkreten Biografie mit vielschichtigen Erzählungen. Ausstellungsort: Am Beginn der Murpromenade an der Mündung der Ranten in die Mur.

Veranstaltungen

  • Murau strickt Socken aus Lungauer Wolle / mit Triebendorfer Design / für die Metropolen Europas.

Hochwertige, handgestrickte Wollsocken sind in Großstädten sehr gefragt - in unserer Region gibt es noch viele Menschen, die Socken stricken können. Wir starten ein Beteiligungsprojekt zur Erhaltung und Verbreitung des Sockenstrickens sowie zur Vermarktung der Socken (InteressentInnen bitte bei Uli Vonbank-Schedler melden unter +43 (0) 664 4790688)!

Die Kapuzinerkirche

Die Kapuzinerkirche ist ein frühbarocker Rechteckraum mit eingezogenem Chorquadrat, die zwei Seitenkapellen wurden erst später angebaut. Rechts vom Eingang zur Lorettokapelle befindet sich die 1624 von Philibert Pocabello geschaffene Grabplatte der Anna Neumann (Gemahlin von Reichsgraf Georg Ludwig zu Schwarzenberg, welcher die Kapuzinerkirche und das Kapuzinerkloster erbauen lies).

Neben der barocken Ausstattung ist vor allem das Gemälde "Geißelung Christi", eine von Caravaggio beeinflusste Hell-Dunkel-Malerei aus dem 17. Jahrhundert, zu erwähnen. Im Zuge der Renovierung des Kircheninnenraums 1991 wurde der Hochaltar nach Norden versetzt und ein neuer Volksaltar errichtet.

Die 1855 vom Grazer Orgelbauer Friedrich Wagner erbaute Orgel war die österreichweit erste Orgel in einer Kapuzinerkirche. Die Firma Hopferwieser aus Graz baute im Jahr 1911 eine pneumatische Kegelladen-Orgel mit acht Registern. Aufgrund von massiven Holzwurmschäden war die Orgel Anfang des 21. Jahrhunderts kaum mehr spielbar. 2007 baute die Firma Vonbank-Orgelbau aus Triebendorf eine neue mechanische Schleifladen-Orgel, die auch als Übe-Orgel für die Musikschule verwendet wird.

Öffnungszeiten & Preise

  • Das Murauer Handwerksmuseum ist von 17. Mai bis 15. Oktober 2022 geöffnet.
  • Führungen finden von Dienstag bis Samstag um 14.00 und 16.00 Uhr statt, sowie nach Vereinbarung.
Eintrittspreise 
Erwachsene€ 8,00
Gruppen ab 10 Personen€ 7,00
Senioren ab 61 Jahren€ 7,50
Jugendliche 6 - 18 Jahre, Studenten€ 4,00
Schüler im Klassenverband€ 3,00
Gesamtführung (nach tel. Vereinbarung)€ 12,00
Steirischer Familienpass, Steiermark-Card, Murtal Gäste-Card-10 %

Besichtigungen der Dauerausstellungen sind während der Öffnungszeiten nur mit Führungen oder nach Terminvereinbarung über das Tourismusbüro Murau möglich unter +43 (0) 3532 2720! Themenspezifische Führungen sind bitte ebenso im Voraus zu bestellen!

Geschichtliche Fakten zum Museum

  • 1926 unternahm der damalige Stadtamtsdirektor Friedrich Zelburg erstmalig den Gründungsversuch eines Regionalmuseums in Murau aber lediglich der Inhalt einer Vitrine blieb erhalten.
  • Im Jahr 1950 gelang die tatsächliche Umsetzung dann dem Apotheker Mag. Ernst Gasteiger, welcher in der Umgebung Gegenstände aus der Vergangenheit sammelte und sie in seinem Haus exponierte.
  • 1952 unterstellte er seine Sammlung dem Joanneum in Graz und schenkte sie ein Jahr später der Murauer Stadtgemeinde.
  • Das Heimatmuseum übersiedelte 1970 ins sogenannte "Eggharthaus", wo es im darauf folgenden Jahrwiedereröffnet wurde.
  • 1975 übersiedelte das "Stadt- & Handwerksmuseum" dann ins ehemalige Kapuzinerkloster Murau.
  • Seit 1999 organisiert der Verein zur Förderung des Murauer Handwerksmuseums die Erhaltung, Sammlung sowie den Betrieb des Museums und regelt weitere Entwicklungen.

Anreise

Mit dem Auto:

Von Richtung Wien kommend:

  • Nehmen Sie die Süd-Autobahn/E59 und S6 bis zur Friesacher Straße/Triesterstraße/B317 in Judenburg, dann folgen Sie der B317 und B96 bis zur Grazer Straße Nr. 19 in Murau.

Von Richtung Graz kommend:

  • Fahren Sie auf der A9/E57 und S36 bis zur Friesacher Straße/Triesterstraße/B317 in Judenburg und folgen Sie anschließend der B96 bis zur Grazer Straße Nr. 19 in Murau.

Mit der Bahn:

Der nächstgelegene Bahnhof ist direkt in Murau.

Kontakt
Murauer Handwerksmuseum
Verein zur Förderung des Murauer Handwerksmuseums
Grazerstraße 198850 MurauUrlaubsregion Murau-Murtal Steiermark
+43 3532 2720
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