MUSEUM AM DOM - St. Pölten, Mostviertel, Niederösterreich

MUSEUM AM DOM - St. Pölten - Mostviertel
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THEMA 2022: EUROPA, WER BIST DU?
Menschen, Mächte, Mythen:

  • noch zu sehen bis 26. Juni: DAS WERDEN EUROPAS
  • 29. Juni - 28. Aug.: EUROPA IN AUFRUHR UND BEWEGUNG
  • 31. Aug. - 30. Okt.: EUROPÄISCHE ENTDECKUNGEN UND ERFINDUNGEN

Identität, Idee, Ideal. Europa ist viel mehr als ein Bündnis von Nationalstaaten oder ein geografischer Umriss eines Kontinents. Europa ist ebenso ein moralisches und politisches Projekt, das nicht nur von Herrschern, Institutionen und Politikern, sondern von sämtlichen Europäern getragen wird. Europa ist eine Identität, eine Idee, ein Ideal. Die Definitionen dessen, was der Kontinent Europa ist und was ihn charakterisiert, sind so vielschichtig wie die Menschen, die mit ihrer kulturellen, religiösen, ethnischen und nationalen Vielfalt Europas Seele bilden...

Ausstellung Teil I: Das Werden Europas:

Der russische Überfall auf die Ukraine hat die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Hunderttausende Menschen protestieren unabhängig von Nationalität und Sprache für den Frieden. Als Antwort rückt ein Großteil Europas näher zusammen, weil die gemeinsamen Werte - Freiheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit - plötzlich keine leeren Worthülsen sind, sondern als unverzichtbare Elemente der kollektiven Identität wahrgenommen werden. Die jüngsten Ereignisse und Forderungen nach einem Europa für alle stellen die grundlegende Frage: Europa, wer bist du?

Die Geschichte des "Konstrukts Europa" ist eine der Menschen, ihres kollektiven Gedächtnisses, ihrer gemeinsamen Perspektive und Kultur. Das Konzept der europäischen Einheit hat sich im Laufe der Geschichte auf vielfältige Weise manifestiert und geändert, ebenso wie politische Zugehörigkeiten und geografische Grenzen. Jeder Versuch, eine neue Grenze zu ziehen, war eine Frage von Machtinteresse und Politik. Kriege und Völkermord stehen für Misserfolge einer (gewaltsam) versuchten Einheit. Als Konsequenz dieses Scheiterns entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg neue Impulse für die europäische Integration.

Die Ausstellung möchte einen Beitrag zum Verständnis der gemeinsamen europäischen Geschichte liefern. Nicht zuletzt soll die Vergangenheit einen Weg in die Zukunft weisen, war Europas Vergangenheit doch selbst ein Prozess ständigen Wandels.


Ausstellung Teil II: Europa in Aufruhr und Bewegung:

Spätestens seit der Flüchtlingskrise 2015 und der aktuellen Situation in der Ukraine, durch die Millionen Menschen zur Flucht gezwungen sind, ist klar: Flüchtlingsströme sind kein historisches Phänomen. Flucht und Migration gibt es seit jeher in unterschiedlichen Kontexten: Klimatisch oder durch Umweltkatastrophen bedingt, durch Kriege verursacht, Flucht vor Unfreiheit (vor Leibeigenschaft, Sklaverei oder Kriegsdienst) sowie Flucht vor Verfolgung aufgrund von religiös-konfessionellen oder ethnischen Zugehörigkeiten. Die Verfolgung und Ausweisung von Juden seit dem Mittelalter gehört zu den bekanntesten Beispielen für erzwungene Migration in Europa bis zum 19. Jh. Im Holocaust mündeten sie in den millionenfachen Mord an Jüdinnen und Juden.

Aber auch die Aussicht auf wirtschaftliche Verbesserung und Abenteuerlust motivierte viele Migrationsbewegungen. Nicht nur mit der Entdeckung Amerikas begannen riesige Wanderungsbewegungen. Weitere europäische Migrationswellen setzten im Zusammenhang mit der Französischen Revolution, dem industriellen Aufschwung und der sozialen Frage im 19. Jh. ein. Migrationsprozesse und die notwendige Integration erzeugen durchwegs Konflikte, Konfrontationen und (Ver-)Mischungen kultureller, demografischer und sozialer Natur.

Die Ausstellung zeichnet anhand von signifikanten Ausstellungsobjekten ein eindrucksvolles Bild der geschichtlichen Beweggründe für Flucht und Migration. Objekte der Flüchtlingskrise aus dem Jahr 2015 und zeitgenössische Positionen einer russischen Künstlerin veranschaulichen die traurige Aktualität der Ausstellung.


MUSEUM AM DOM:

Das Museum am Dom befindet sich im 1. Stock des aufgelassenen Augustiner Chorherrenstifts St. Pölten und inkludiert auch dessen Klosterbibliothek:

  • Der Sammlungsbestand ist sehr heterogen und umfasst neben Altären, Skulpturen und Gemälden auch eine große Anzahl an liturgischen Textilien (Paramente) und liturgischen Gefäßen (Kelche, Monstranzen etc.), die in der Schatz- und Paramentenkammer präsentiert werden.
  • Auch die Entwurfsskizzen für die barocke Umgestaltung der heutigen Domkirche im 18. Jh. sind im Besitz des Museums – sie können im bischöflichen Oratorium im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
  • Seit dem Jahr 2010 ist auch die Kunstsammlung der Englischen Fräulein St. Pölten (Congregatio Jesu) als Dauerleihgabe Teil des Museums am Dom.
  • Im Zuge von Jahresausstellungen werden unterschiedlichste Themen sakraler Kunst zeitgemäß aufgearbeitet und vorgestellt.

Wie zeigt sich Gott im Museum?

Seit 2020 trägt das Museum den neuen Namen MUSEUM AM DOM und stellt sich nach umfassendem Re-Branding die Frage: Wie zeigt sich Gott im Museum? Menschen brauchen die konkrete, angreifbare und intime Erfahrung, um kirchliche Kunst - und damit Glaubensvermittlung - verstehen zu können. Sakrale Kunst kann heute vielfach nicht mehr ohne Hilfe verstanden werden, weil die mitunter plakative Zeichensprache vergangener Epochen nicht mehr gelesen werden kann - die codes können nicht mehr entziffert werden. Das Museum am Dom bietet Orte der Kontemplation, der Begegnung und des Dialoges – Orte, an denen sich die Kirche öffnet und nahbar für die Fragen der Gegenwart macht.

Öffnungszeiten & Preise

  • Mittwoch und Freitag von 10.00 - 17.00 Uhr
  • Donnerstag von 10.00 - 19.00 Uhr
  • Sa 10.00 - 16.00 Uhr
  • Sonn- und Feiertag 11.00 - 16.00 Uhr

Die Ausstellung EUROPA, WER BIST DU? entstand in Kooperation mit sechs europäischen Archiven und dem Diözesanarchiv St. Pölten und wird in 3 Teilen präsentiert:

  • 7. Mai - 26. Juni: DAS WERDEN EUROPAS
  • 29. Juni - 28. Aug.: EUROPA IN AUFRUHR UND BEWEGUNG
  • 31. Aug. - 30. Okt.: EUROPÄISCHE ENTDECKUNGEN UND ERFINDUNGEN
Eintritt 
Erwachsene 18 bis 65 Jahre€ 6,00
Ermäßigt*€ 4,00
SchülerInnen im Klassenverband€ 2,00
Führungen 
Museumsführung (=Ausstellung)€ 2,00
Führung Schatzkammer & Oratorium (=Anräume)€ 2,00
Domführung€ 2,00
Kombiführung Museum und Dom€ 3,00
Kombiführung Dom, Museum, Anräume€ 5,00
  • *Ermäßigter Eintritt (nach Vorlage eines Ausweises): Kinder & Jugendliche (6 bis 18 Jahre), Lehrlinge,  Präsenz- und Zivildiener, Studenten, Senioren, Ö1-Mitglieder. Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Museum NÖ, ausgestellt ab 1. September 2021.
  • Freier Eintritt: Kinder bis 6 Jahre. Priester, Diakone, Ordensmitglieder. Alle hauptamtlich Mitarbeitenden der Diözese St. Pölten. ICOM-Mitglieder, Österr. Fremdenführer, Presse, IG NÖ Museen und Sammlungen (jeweils mit Ausweis), Hunger auf Kunst und Kultur, Niederösterreich-Card
  • Fixe Führungen: Donnerstags um 17.00 Uhr gibt es eine Führung für Einzelpersonen und Kleingruppen ohne Anmeldung. Treffpunkt ist um 16.50 Uhr vor dem Eingangsbereich des Museums.
  • Individuelle Führungen für Gruppen ab 10 Personen sind nur gegen Voranmeldung möglich.

Anreise

Mit dem Auto:

Der Domplatz liegt direkt in der St. Pöltener Innenstadt. Das Museum befindet sich im 1. Stock und ist barrierefrei zugänglich.

Sie erreichen St. Pölten über die A1:

  • von Wien kommend in ca. 45 Minuten,
  • von Linz in ca. 1 Stunde und
  • von Salzburg in ca. 2 Stunden.

Die Zufahrt zum Domplatz erfolgt über die Wiener Straße. In geringem Umfang sind Parkplätze am Domplatz verfügbar, in der Klostergasse gibt es eine Tiefgarage (450 m).

Mit dem Zug:

Die Fahrzeit Hauptbahnhof Wien - St. Pölten beträgt ca. 30 Minuten. Der Domplatz ist vom Hauptbahnhof St. Pölten in 5 Gehminuten (über die Kremser Gasse) erreichbar.

Kontakt
MUSEUM AM DOM
Museum der Diözese St. Pölten
Domplatz 13100 St. PöltenMostviertel Niederösterreich
+43 2742 324333
Wetter