Museum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee, Salzburger Seenland, Salzburg

Museum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger Seenland
Museum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger SeenlandMuseum Fronfeste - Neumarkt am Wallersee - Salzburger Seenland

Ein Museum als vielfältige kulturelle Plattform

Im Salzburger Flachgau, in Neumarkt am Wallersee, etwa 20 km von der Stadt Salzburg entfernt, liegt das Museum Fronfeste. Es ist 1984 in die Räumlichkeiten eines ehemaligen Amtmann- und Gefängnishauses aus dem 16. Jahrhundert eingezogen. In den 30 Jahren kontinuierlicher Arbeit hat es sich von einem heimatkundlichen Sammlungsdepot zu einem Programmmuseum und weiter zu einer regionalen (und längst auch überregionalen) Drehscheibe für Kultur gewandelt. Über die Vielzahl an Ausstellungen hinaus, wurde eine große Fülle an Aktivitäten erwirklicht.

Gruss vom Krampus:

Was verbirgt sich hinter ihren hölzernen Masken? Wie gelingt es Maskenschnitzern obendrein dem Wilden ein Gesicht zu geben? Welche Legenden und welche Überlieferungen begleiten unsere Vorstellungen von bösen Mächten in den rauhen Nächten? Und warum erleben Bräuche, die das Böse durch Lärmen, Schlagen oder durch wilde Verkleidungen auszutreiben versuchen, heute eine derartige Popularität?

Neue Ansichten und Einsichten dazu vermittelt uns eine Ausstellung, die wir als Ergänzung zum mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Gruß vom Krampus" von Gabriele Neudecker im Museum Fronfeste zeigen. In enger Zusammenarbeit mit Passen aus Neumarkt und aus vielen benachbarten Gemeinden entstand eine bemerkenswerte Ausstellung, die von den historischen Anfängen bis zu den leidenschaftlichen Events rund um die Winterbräuche erzählt.

Ausgrabungen in Pfongau:

Seit 2008 liefern die Ausgrabungen in Pfongau Einblicke in Neumarkts antike Vergangenheit. Untersucht werden die Reste eines römerzeitlichen Landgutes. Die Forschungen werden in einer Zusammenarbeit von Stadtgemeinde Neumarkt, Museum Fronfeste, Universität Salzburg und dem Salzburg Museum | Landesarchäologie durchgeführt. Unterstützt werden die Forscher durch Schüler- Projektgruppen und durch internationale touristische Teilnehmer.

Das Lehrgrabungsprojekt "Villa Rustica Neumarkt-Pfongau" - im Jahr 1987 wurden bei der Anlage des Gewerbegebietes in Neumarkt-Pfongau Teile eines römischen Gebäudes angeschnitten. In den darauf folgenden Rettungsgrabungen bis 1989 wurden drei Steingebäude und ein Holzbau freigelegt, die einem römischen Gutshof zugeordnet werden konnten. Bei einer geophysikalische Prospektion im Jahr 2000 konnten in der nördlich anschließenden Parzelle vier weitere Gebäude und Teile der Umfassungsmauer der Anlage geortet werden. Deshalb wurde im Jahr 2008 ein Lehrgrabungsprojekt der Universität Salzburg ins Leben gerufen, in Kooperation mit dem Salzburg Museum, dem Museum Fronfeste und der Stadtgemeinde Neumarkt.

In jährlich wiederkehrenden Grabungskampagnen wird seither der Wirtschaftsteil der Villa rustica, die sog. "pars rustica", mit all seinen dazugehörigen Gebäuden und Flächen untersucht. Bereits im ersten Jahr der Lehrgrabung wurde in der Ecke eines großes, dreischiffiges Gebäudes (E) eine kleine, bronzene Venusstatuette gefunden, die als Sensationsfund bezeichnet werden darf. Doch der Fund im August 2018 stellt selbst sie in den Schatten. Die rund 6cm große Figur zeigt wie der kleine Held Achill von seiner Mutter Thetis in den Fluss Styx gehalten wird, um ihn dadurch unverwundbar zu machen.
Die Figur war wohl Teil eines Möbelbeschlages. Bis jetzt sind keine dreidimensionalen Darstellungen dieser Szene aus der Antike bekannt.

Damit ist die Figur einzigartig. Zahlreiche weitere Neufunde wie ein antikes Schwert mit Teilen der Scheide, Schreibgriffel, sowie drei große römerzeitliche Backöfen bieten neue Informationen zum damaligen Leben auf dem Lande. Das Ziel des Lehrgrabungsprojektes ist es, Erkenntnisse über das Leben der Bauern in Salzburg in römischer Zeit, über deren Tierhaltung und Getreideanbau zu gewinnen. Es ist dies die bisher größte Erforschung eines landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereiches aus römischer Zeit im Land Salzburg.

Ans Licht gebracht:

Nach zehn Jahren Lehrgrabung in Neumarkt-Pfongau ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen und die Erfolge und Ergebnisse des Projekts in den Mittelpunkt zu stellen. Doch nicht alles konnte im Lauf der Jahre beantwortet werden, manche Fragen blieben offen. Was kann Archäologie und wo sind ihre Grenzen? Trotz all der naturwissenschaftlichen und technischen Methoden, die mittlerweile zum Grabungsalltag gehören, ist man bei der Deutung mancher Funde und Kunstobjekte auf Interpretationen angewiesen. Wir befragen das zuletzt ausgegrabene Objekt und werfen einen kritischen Blick auf den Graubereich privaten Sammelns und Grabens.

Welche Rolle spielt der Zufall in der Archäologie und wie können Bevölkerung und Forschung in Zukunft besser kooperieren, damit wir alle gemeinsam von unserer Geschichte profitieren? Die hochqualitativen Fotoarbeiten von Andrew Phelps geben ganz besondere Einblicke in den Alltag der Archäologen und lassen hinter die Kulissen dieses nicht ganz alltäglichen Berufs blicken.

Vermittlungsangebote:

Die Ausstellung "Ans Licht gebracht" bietet Programme für alle Schulformen und Schulstufen, von der Volksschule bis zur Oberstufe, und nimmt Bezug auf den Inhalt der aktuellen Lehrpläne.

  • Workshop "Ans Licht gebracht - Bekanntes und Unbekanntes der Archäologie": von VS bis AHS Oberstufe, Dauer: 2 Unterrichtseinheiten.
  • Kindergeburtstage: Museumpädagogisches Programm, Dauer: 2,5 - 3 Stunden.

Weitere Angebote:

"KreativMuseumsWerkstatt" an vielen Freitag Nachmittagen von 14.00 - 16.00 Uhr.

  • Kreativprogramme im Rahmen des Ferienkalenders in den Sommermonaten.

Anmeldung und Kontakt:

Kerstin Asen, kerstinschnaitl[at]gmx.net, +43 664 4055016 oder museum[at]neumarkt.at, +436607389834.

Das Begegnungscafè - Integration ist ein Prozess, der alle betrifft:

Jeden Montagabend laden wir sie herzlichst dazu ein, ins Museum Fronfeste zu kommen und in ungezwungener Atmosphäre zu plaudern! Für jeden, der neue Kontakte schließen möchte oder sich für die deutsche Sprache interessiert. Im Begegnungscafé treffen sich Asylsuchende, MigrantInnen und Deutschsprechende, um Dialoge, Begegnungen, Kontakte zwischen Menschen mit unterschiedlicher Sprache und Meinung zu vereinen.

In diesem Sinne steht das "Deutsch-Café" allen Interessierten, die mitmachen, spielen oder einfach nur einmal vorbeizuschauen wollen, offen. Es können Spiele mitgebracht oder Themen eingebracht werden, um den interkulturellen Austausch zu fördern. Wer sich anderweitig einbringen möchte oder zum Beispiel einen Kuchen backen möchte, ist auch jederzeit willkommen. Der Zugang ist kostenfrei!

Öffnungszeiten & Preise

Das Museum ist geöffnet von Mitte Mai bis Ende Oktober:

  • DO von 10.00 - 12.00 Uhr.
  • FR, SA, SO von 14.00 - 17.00 Uhr.
  • Büro-Öffnungszeiten von 8.00 - 12.00 Uhr.

Von Mitte Oktober bis Mitte Mai und Gruppen, Klassen sowie Projekte auch jederzeit nach Vereinbarung (Anmeldungen bei Ingrid Weydemann unter +43 660 7389834 und Belinda Simon unter +43 699 10507864). Führungen sind nach telefonischer Absprache zu jeder Zeit möglich!

Begegnungscafè:

  • Jeden Montag um 16.00 Uhr.
Eintrittspreise
Erwachsene€ 3,-
SchülerInnen, Studierende, Lehrlinge€ 1,50
Schüler im Klassenverband€ 1,-
Kinder (von 6 - 18 Jahre)€ 1,50
Familienpass, Senioren€ 2,-
Familienkarte (2 Erwachsene und 2 oder mehr Kinder)€ 6,50
Personen mit Beeinträchtigungfrei
Führungen€ 25,-
Mitgliederfrei
Besitzer der Seenland- oder Salzburg Cardfrei

Anreise

Mit dem Auto:

Von Richtung Wien kommend:

  • Nehmen Sie die A23 und A1 bis zur Ausfahrt "Thalgau", folgen Sie dann der Henndorfer Landesstraße sowie der B1 bis zur Hauptstraße in Neumarkt und fahren Sie bis zur Nr. 27 (Museum Fronfeste).

Von Richtung Graz kommend:

  • Via A9/E57 und A1 bis zur Ausfahrt "Thalgau", anschließend auf der Henndorfer Landesstraße und B1 bis zur Hauptstraße Nr. 27 (Museum Fronfeste) in Neumarkt fahren.

Mit der Bahn:

Der nächstgelegene Bahnhof ist Neumarkt-Köstendorf.

Kontakt
Museum Fronfeste
Museumsleitung Ingrid Weydemann
Hauptstrasse 275202 Neumarkt am WallerseeSalzburger Seenland Salzburg
+43 660 7389834
Wetter